8. Summer School 2006
für klassische Naturheilkunde
- Berichte -

Rückblick auf die Summer School 2006

Mit ganz unterschiedlichen Erwartungen reisten wir - 27 junge Studenten aus 6 Nationen - im September nach Überlingen am schönen Bodensee zum Abenteuer "Naturheilkunde in 9 Tagen".

Dem Motto entsprechend vollgepackt war auch der Zeitplan der uns erwartete.

Zwischen Bewegungsprogramm in freier Natur, TCM, Schröpfen, Phytomedizin, Ernährungstipps, Aroma-, Physio- und Hydrotherapie in Theorie und Praxis, anschaulich und informativ präsentiert von hochkarätigen Referenten aus ganz Deutschland und der Schweiz, blieb manchmal kaum Zeit zum Atmen...
doch damit uns selbiges auch effizient gelang, ließen wir unter professioneller Anleitung bei Yoga und Qi Gong den Atem mal so richtig fließen.

Apropos Ernährung...
Während die einen sich an durchaus leckerer fleischloser Vollwertkost erfreuten, beschränkte sich die Verpflegung der Faster-Gruppe auf Glaubersalz, Wasser, Tee und etwas Honig.
Dafür wurden sie, neben einer liebevollen Rundumbetreuung, nach den ersten entbehrungsreichen Tagen, mit nie gekannter Klarheit und Euphorie belohnt, welche die "Nicht-Faster" manchmal sogar ein wenig neidisch werden ließ.

Doch auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. so wurden wir unter anderem mit einem gemütlichen Abendessen im Hause Wilhelmi und gemeinschaftlichen Besuchen der nahegelegenen Therme verwöhnt.

Alles in allem war es eine, sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich gewinnbringende Woche voller Spaß,neuer Eindrücke und Erfahrungen, die uns vor allem wiedereinmal die Sinne für die wirklich wichtigen Dinge im Leben geschärft hat... vielen Dank dafür.

Dana G., 6. Semester Uni Rostock




Faster-Bericht zur 8. Summerschool 2006

Auch in diesem Jahr gab es ein besonderes Projekt, welches sich 12 Medizinstudenten der 8. Summerschool zutrauten.:

----Der Verzicht auf Essen.----

So elementar dieser Teil des Lebens gerade uns biochemie-geplagten Medizinstudenten vorher erschien, so selbstverständlich war es wenig später mit Tee, etwas Honig, einer Gemüsebrühe am Abend und viel, viel Wasser auszukommen.
Die ersten Tage schienen unüberwindbar und waren geprägt von nicht enden wollenden Gedanken, die sich ausschließlich ums Thema essen drehten. Einige kämpften mit körperlicher Schwäche, Erbrechen und den ständig quälenden Kältegefühlen.
Doch mit Hilfe unserer liebevollen und kompetenten Betreuerin, schafften es alle, dem Wunsch des Aufgebens zu trotzen und alle Probleme und Leiden zu überstehen.
Zum Dank wartete auf uns nach ersten Hürden mentale Klarheit, ein wunderbares Körpergefühl und natürlich auch ein wenig Stolz.
Viele von uns erfuhren neue Motivation zu noch konsequenteren Umgang mit Essen beziehungsweise mit dem Nichtessen, fühlen sich ermutigt zur Wiederholung und erlebten mit dieser Erfahrung ein ganz neues Gruppengefühl.

Tony: „Es war eine einmalige Gelegenheit dieses Gefühl kennen zu lernen und auch an seine körperlichen Grenzen zu stoßen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die sich auf Grund der Stoffwechselumstellung ergaben, blühte ich nach 3 Tagen physisch und psychisch zu Hochtouren auf. Es war ein Genuss sich so frei und unabhängig zu fühlen, so dass mir das Ende der Fastenwoche schwer fiel.
Doch eine der goldenen Regeln des Fastens lautet: Beginn und Ende strickt einhalten...
Ich kann jeden nur aufrufen selbst diese Erfahrung zu machen.“

Susanne Kanter, 6. Semester Uni Rostock

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